IT WORKS! Medien wurde von Annekatrin Hendel 2004 gegründet und stellt seitdem erfolgreich anspruchsvolle Spiel- und Dokumentarfilme für den Kino- und TV-Markt her. Im Miteinander etablierter Filmemacher und des filmischen Nachwuchses sind berührende Filme entstanden, die sich abheben, beim Publikum funktionieren und eine lange Lebensdauer haben. Erste Filme wie Thomas Wendrichs Regiedebüt ZUR ZEIT VERSTORBEN, Pepe Planitzers ALLEALLE, Olaf Kaisers MADE IN GDR, Holly Tischman und Sabine Michels MIT FANTASIE GEGEN DEN MANGEL erzielten Auszeichnungen und Preise, zahlreiche Festivalteilnahmen und wurden schnell zu Publikumserfolgen in Kino und Fernsehen.

FAMILIE BRASCH-Filmspecial zum Tag der Deutschen Einheit

FAMILIE BRASCH-Filmspecial zum Tag der Deutschen Einheit

mit Filmgespräch: Joachim von Vietinghoff und Annekatrin Hendel am 3.10., 19.30 (Ausverkauft), Zusatzvorstellung 3.10., 16.30
(Anlässlich der Finissage der STRAWALDE-Ausstellung)
im Schloss Sacrow, Krampnitzer Straße 33, 14469 Potsdam



ÜBER LEBEN IN DEMMIN – beim Kinofest Lünen 2018

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – beim Kinofest Lünen 2018

Stadtbild Demmin ÜBER LEBEN IN DEMMIN beim 29. Kinofest in Lünen am 25.11.2018 in Anwesenheit von Regisseur Martin Farkas
Das ist besonders aufregend, denn Lünen ist Partnerstadt von Demmin.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN-Buch und Regie Martin Farkas, Kamera Roman Schauerte, Zweite Kamera Martin Langner/ Martin Farkas, Ton Moritz Springer und Urs Krüger, Komposition Mathis Nitschke,
eine Koproduktion mit dem rbb (Jens Stubenrauch), NDR (Barbara Denz), BR (Petra Felber und Fatima Abdollyan)
gefördert vom Medienboard Berlin Brandenburg, der BKM, Nordmedia, Filmbüro MV und dem Nipkow- Programm
Produktionskoordination Lisa Elstermann
Herstellungsleitung Heike Günther
Produktion Annekatrin Hendel
Uraufführung zum Internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig



FAMILIE BRASCH-Berlin-Premiere

FAMILIE BRASCH-Berlin-Premiere

in Anwesenheit der Regisseurin Annekatrin Hendel, der Protagonisten und des Teams, Moderation HELENE HEGEMANN
Mi 15.8., 18h im Filmtheater am Friedrichshain



FAMILIE BRASCH-DRESDEN-Premiere

FAMILIE BRASCH-DRESDEN-Premiere

in Anwesenheit von Marion Brasch und Regisseurin Annekatrin Hendel
Sa 18.8., 18h, Dresden Programmkino Ost



FAMILIE BRASCH-HAMBURG-Premiere

FAMILIE BRASCH-HAMBURG-Premiere

in Anwesenheit von Marion Brasch und der Regisseurin Annekatrin Hendel
Do 16.8. 19h, Hamburg, Metropolis



FAMILIE BRASCH-LEIPZIG-Premiere

FAMILIE BRASCH-LEIPZIG-Premiere

in Anwesenheit von Marion Brasch und der Regisseurin Annekatrin Hendel
Fr 17.8. 20h Leipzig, Passage



FAMILIE BRASCH-Weltpremiere

FAMILIE BRASCH-Weltpremiere

auf dem INTERNATIONALEN FILMFEST MÜNCHEN in der Reihe NEUES DEUTSCHES KINO
Hier die Vorstellungen für den Dokumentarfilm von Annekatrin Hendel:

Freitag29.06.2018, 17:00 Uhr,
HFF AudimaxX

Sonntag, 01.07.2018, 15:00 Uhr (100 Min.)
HFF Kino 1

Donnerstag, 05.07.2018, 10:30 Uhr (100 Min.)
Atelier 2

Freitag, 06.07.2018, 20:00 Uhr (100 Min.)
Atelier 2



Der deutsche Dichter Paul Gratzik ist tot.

Der deutsche Dichter Paul Gratzik ist tot.

Wir trauern um Paul Gratzik, geboren am 30.11.1935, der am 18.Juni 2018 gestorben ist. Mit seinen literarischen Werken wie „Transportpaule“ und „Kohlenkutte“ und seiner explosiven, kräftigen Sprache, war er in jeder Hinsicht zuviel für das biedere Land DDR. In unserem Film
„Vaterlandsverräter“ ist er mit uns durch dick und dünn gegangen und zeigt sich da voller Angriffslust als Autor von Rang. Wir sind, mit unseren Zuschauern, dankbar für diesen gnadenlosen Mut sich zu zeigen. Und in tiefer Trauer und voller Anteilnahme für die Hinterbliebenen.

Ein Nachruf der Regisseurin Annekatrin Hendel:

Der deutsche Dichter Paul Gratzik ist tot.

Paul Gratzik ist heute am 18.Juni 2018 in einem Krankenhaus in Eberswalde gestorben. Im Kopf klar, wie immer, aber der Mund schon ein paar Wochen stumm, nach einem Schlaganfall.
Als drittes Kind einer Landarbeiterfamilie Ostpreußens in das Jahr 1935 geboren, starb Gratziks Vater schon 1941 an der Ostfront. Die Mutter zog ihre Kinder allein groß. Es folgten Vertreibung und Flucht 1945 aus Stuhm in Ostpreußen. Auf dem Treck Richtung Mecklenburg erlebt der Zwölfjährige das Kriegsende. Die Familie zieht umher. In Selmsdorf besucht der kleine Paul die Volksschule. Nach dem Krieg beseitigt er mit hoch gekrempelten Ärmeln, genau wie Tausende andere in allen Besatzungszonen, die Trümmer Deutschlands.
Die „Bruderhilfe“ der Russen in der sowjetischen Besatzungszone, beeindrucken den jungen Paul Gratzik tief. Bis zuletzt zeigen sich starke Einflüsse in seiner auffälligen Art sich zu kleiden, Kombinationen aus Fellen, Stiefeln auch zur warmen Jahreszeit, im Winter immer Tschapka. Von 1952-54 lernt Paul Gratzik in Schönberg den Beruf des Tischlers. Sein leidenschaftlicher Umgang mit Holz hat mich bis zuletzt beeindruckt. Sei es, wenn er etwas baute (riesige Betten,Türen und Zäune für das Gehöft auf dem er lebte) oder wenn er einfach nur Holz hackte.
1954 wird Paul Gratzik an der Arbeiter- und Bauernfakultät (ABF) immatrikuliert. Hier trifft er auf Tamara Bunke, eine jugendliche Abenteurerin, die später die „klassenbewußte Kämpferin für den Sozialismus in Lateinamerika“, die einzige Frau in Che Guevaras Guerilla-Gruppe in Bolivien war und die eine berechnende Geheimagentin gewesen sein soll, wie Paul mir erklärte. Die beste Schützin, ihrer GST- Gruppe sei sie gewesen. Nach Tamara Bunkes Weggang in den Untergrund verlässt auch er vorzeitig die ABF ohne Abschluss. 1955 geht er illegal in den Westen und arbeitet in Bochum als Tischler. 1956 zieht es ihn wieder nach Berlin, dann nach Schlabendorf (Sachsen) ins Braunkohletagebau-Gebiet und schließlich nach Weimar. Hier trifft er seine erste Frau: „das Proletariat in seiner schönsten Erscheinungsform“. Das Paar bekommt 1959 eine Tochter, lässt sich aber schon bald wieder scheiden.
1961 Bau der Mauer- ein vollständiger Umbruch, sein Menschheitstraum beginnt: „Wir machen das jetzt.“- In dieser Phase lässt sich Paul Gratzik von der Stasi anwerben. Seine Verpflichtungserklärung unterschreibt er mit dem Decknamen „Peter“ auf „freiwilliger Basis“ im Mai 1962. Nach seiner Lehrerausbildung 1962-66 und kurzer Tätigkeit als Erzieher wird „Peter“ 1967 an die Kreisdienststelle Dippoldiswalde an seinen Führungsoffizier Hauptmann Wenzel übergeben, der für Paul Gratzik durchgängig und bis zum Ende seiner konspirativen Mitarbeit zuständig sein wird.
Von 1966 bis 1971 ist Paul Gratzik als Erzieher in Jugendwerkhöfen tätig. Die Arbeit auf dem Jugendwerkhof mit dem „destruktiven Teil der Gesellschaft“, die Widersprüche aus der Arbeit mit kriminellen inhaftierten Jugendlichen, inspirieren ihn. Der „Nebenjob“ bei der Stasi, das Spiel mit Fiktion und Realität, besitzen ebenfalls eine große Faszination. Er schreibt nun nicht mehr nur Stasiberichte. 1966 erscheint sein erstes literarisches Werk, das Drama „Unruhige Tage“, das in Leipzig uraufgeführt wird. Ein erster Erfolg. Paul Gratzik will mehr davon. Im September 1967 beginnt er ein Studium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. Es folgt ein Jahr des Umbruchs. Der Prager Frühling hinterlässt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Spuren in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Paul Gratzik wird im selben Jahr noch „aus politisch-ideologischen Gründen“ vom Studium am Literaturinstitut exmatrikuliert.
Aber dennoch ist der junge Dichter in den erlesensten Kreisen der Literaturbohème um Anna Seghers zu Gast. Im privaten Wohnzimmer, Anne Seghers Ruhepunkt nach den Turbulenzen des Exils und des Nachkriegs, empfängt die Dichterin viele Gäste: Lektoren, Kollegen und Freunde wie Amado, Ehrenburg, Laxness, Steffie Spira und mit ihr eben den jungen Paul Gratzik. „Hier schlürfte ich die erste Auster meines Lebens“.
Mit dem Erfolg der nächsten Stücke, „Malwa“, „Warten auf Maria“ und „Umwege“ wird Paul Gratzik freischaffender Schriftsteller und 1971 in den Schriftstellerverband der DDR aufgenommen. Die Berliner Theater haben es ihm besonders angetan: das Deutsche Theater und die Volksbühne. Er hat unter den Autoren einen Sonderstatus, weil er immer wieder freiwillig als Prolet in die Produktion zurückkehrt. Er wird gefeiert als DER Arbeiterdichter. In einer eigenwilligen, wortgewaltigen Sprache beschreibt er lebendig den Alltag von Industriearbeitern in der Provinz. Auch vor DDR-Tabuthemen schreckt er nicht zurück, was ihm Schwierigkeiten mit der staatlichen Zensur einbringt. Das macht ihn als IM unverdächtig. Niemand ahnt, dass gemeinsames Feiern, Diskutieren, Lachen, Schimpfen und Hoffen über viele Jahre einen doppelten Boden hat.
Es folgt die zweite Ehe und 1970 eine weitere Tochter. Immer schwerer wird es, die neu gewonnenen Freiheiten (sogar im Westen ist er ein gefragter Arbeiterdichter), die neuen Freunde aus der Literaturszene (u.a. Heiner Müller) und die schwere körperliche Arbeit im Dresdner Transformatorenwerk, die IM-Tätigkeit, das immer enger werdende Verhältnis zu seinem Führungsoffizier und schließlich das kleine private Glück als Familienvater in einer Neubausiedlung zu vereinbaren. 1975 erscheint sein Roman „Transportpaule“. 1977 verlässt Paul Gratzik seine zweite Frau, geht nach Berlin und wird Vertragsautor beim Berliner Ensemble. 1981 dekonspiriert er sich selbst und verlässt den Staatsicherheitsdienst: „Der tiefste Grund auszusteigen war die Sache, dass der Sozialismus stark beschädigt worden ist. So was Unproduktives, das hat keinen Nutzen gebracht…“ Er informiert die Freunde, die er vorher verriet und wird nun selbst zum Beobachtungsobjekt des Staatssicherheitsdienstes, genannt „Objekt Kutte“. Dass er nun von den meisten Intellektuellen ausgestoßen, zur Unperson erklärt und in die Provinz verbannt wird, nimmt er in Kauf. Nach 1981 hat er kaum noch geschrieben, ein paar Stücke, Erzählungen, aber wenig veröffentlicht.
So habe ich ihn 1988 kennen gelernt: Eine gewaltige Erscheinung damals. Das erste, was ich von ihm gehört habe, war: „Das Schreiben habe ich bei der Stasi gelernt“.
Paul Gratzik hat mich viele Jahre beschäftigt. Er hat Geschichte wohl nie harmonisch erfahren. Die Herstellung von Harmonie hat ihn nie interessiert. Die Energien seines Lebens und seiner Kunst hat er regelrecht aus der Entzweiung der Dinge geschöpft. Der notorische Katastrophenliebhaber hielt mit bemerkenswerter Beharrlichkeit an der Utopie einer sozialistischen Gesellschaft fest, auch wenn er seine Zuversicht stets mit Zweifeln artikulierte. Ich habe ihn oft besucht. Jede Auseinandersetzung war eine große intellektuelle und emotionale Herausforderung.
In meiner Theaterzeit in den Neunziger Jahren habe ich dann an mehreren Inszenierungen seiner Stücke mit gewirkt, seine Romane verschlungen, die ich vorher nicht kannte. Und ich war mit meiner Begeisterung nicht allein: Der Regisseur Martin Otting verfilmte 1996 Paul Gratziks Erzählung „Tripolis“ als Spielfilm unter dem Titel „Landleben“. Der Autor Armin Petras widmete Paul Gratzik ein Stück. Das Theater 89 spielte seine Dramatisierungen für Theater nach Texten von Johannes Bobrowski und Grimmelshausen.
Was auch immer mir an Texten von Paul Gratzik begegnete: sie hatten Wucht und funkten uns einen Lebensrhythmus, einen antik anmutenden Sprachduktus und Botschaften entgegen, die in unserer Welt schon lange nicht mehr vorkommen.
Als ich vom Theater zum Film übergelaufen war, habe ich einen Dokumentarfilm über Paul Gratzik gemacht. Das war 2011. Danach sollte sein bislang unveröffentlichter Roman RITAS ORT erscheinen. Da gab es große Hoffnung gelesen, wieder gesehen zu werden und zugleich Antrieb mit dem Schreiben weiter zu machen. Aber ein falscher Freund vereitele die Veröffentlichung per einstweiliger Verfügung, obwohl schon eine ganze Auflage gedruckt war. Ein großer Schock. Aber er schrieb dann trotzdem wieder: „Johannistrieb- eine Telenovelle“ zum Beispiel, erschienen 2015. Er geht, 80 Jahre alt, in diesem erotischen Text, in die volle Leiblichkeit, in seine und die jener Frau, die er nach Jahren wiedergetroffen hat.
Bis zuletzt hat er geschrieben. Einen großen Wurf wollte er noch machen. Bei meinem letzten Besuch im Krankenhaus war es nicht mehr zu besprechen, was sich Paul Gratzik selbst für den Verbleib seines schriftstellerischen Werkes vorgestellt hat. Sollten die Texte nicht vollständig der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen?
Paul, Du bist der streitbarste, unbelehrbarste, gnatzigste und trotzigste Mensch, den ich je traf. Aber Du hast auch immer die mutigsten Dinge unternommen und die tiefsten Gefühle gefühlt. Und das hast Du uns hinterlassen. Danke!
Annekatrin Hendel
am 18.Juni 2018



„Über Leben in Demmin“ auf dem FUSION-Festival

„Über Leben in Demmin“ auf dem FUSION-Festival

FUSION FESTIVAL MUSIC: am 29.6.2018, 15.00 ist unser Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN von Martin Farkas zu sehen. GREAT!



„Über Leben in Demmin“- beim Fimkunstfest Schwerin

„Über Leben in Demmin“- beim Fimkunstfest Schwerin

in Anwesenheit des Regisseurs Martin Farkas:
am 4.5., 17:15 und am 6.5., 17.30

weitere Termine bundesweit: http://www.salzgeber.de/delicatessen/termine_demmin.html



Rostock-Premiere-ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Rostock-Premiere-ÜBER LEBEN IN DEMMIN

am 26.4., 20:00 im Kino LiWu, anschliessend Filmgespräch mit Dr. Florian Huber (Autor des Buches „Kind versprich mir dass du dich erschiesst“ und Martin Farkas(Regisseur)

weitere Termine bundesweit: http://www.salzgeber.de/delicatessen/termine_demmin.html



LIVING IN DEMMIN in Italy

LIVING IN DEMMIN in Italy

LIVING IN DEMMIN in Italy, Pordenone
11 aprile 2018, h 18:00 – Cinemazero
https://www.voci-inchiesta.it/2018/film/living-in-demmin/

und in Deutschland im Kino, hier die Termine: http://www.salzgeber.de/delicatessen/termine_demmin.html



ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Kinotour mit Martin Farkas

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Kinotour mit Martin Farkas

Stadtbild Demmin Martin Farkas stellt nach den ausverkauften Previews in München und Berlin und der großen Premiere am Entstehungsort Demmin, seinen Dokumentarfilm an vielen Orten in Deutschland persönlich vor:

Kinotour mit Regisseur Martin Farkas

Anklam
Kino Center
26.03., 17h, 20h

Berlin
Filmrauschpalast
30.04., 19h

Berlin
fsk Kino
28.03., 18h
Berlin

Berlin
Tilsiter Lichtspiele
28.03., 20h
Cottbus
Obenkino
02.05., 19h

Greifswald
CineStar
23.03., 20h

Hamburg
Metropolis
07.04., 17h

Ludwigslust
Luna Filmtheater
08.04., 18h

Malchin
Kino Malchin
24.03., 17h
Neubrandenburg

Latücht Kommunales Kino
25.03., 16h
Neustrelitz

Basis Kulturfabrik
25.03., 18h
Stralsund
CineStar
27.03., 20h

u.v.m.
http://www.salzgeber.de/delicatessen/termine_demmin.html



ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Premiere in Demmin am 22.3.2018

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Premiere in Demmin am 22.3.2018

Stadtbild Demmin Martin Farkas stellt seinen Dokumentarfilm am Entstehungsort vor.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN-Buch und Regie Martin Farkas, Kamera Roman Schauerte, Zweite Kamera Martin Langner/ Martin Farkas, Ton Moritz Springer und Urs Krüger, Komposition Mathis Nitschke,
eine Koproduktion mit dem rbb (Jens Stubenrauch), NDR (Barbara Denz), BR (Petra Felber und Fatima Abdollyan)
gefördert vom Medienboard Berlin Brandenburg, der BKM, Nordmedia, Filmbüro MV und dem Nipkow- Programm
Produktionskoordination Lisa Elstermann
Herstellungsleitung Heike Günther
Produktion Annekatrin Hendel
Uraufführung zum Internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig



ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Bundesweiter Kinostart 22.3.2018

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Bundesweiter Kinostart 22.3.2018

Stadtbild Demmin Dokumentarfilm von Martin Farkas

Kamera Roman Schauerte, Zweite Kamera Martin Langner/ Martin Farkas, Ton Moritz Springer und Urs Krüger, Komposition Mathis Nitschke,
eine Koproduktion mit dem rbb (Jens Stubenrauch), NDR (Barbara Denz), BR (Petra Felber und Fatima Abdollyan)
gefördert vom Medienboard Berlin Brandenburg, der BKM, Nordmedia, Filmbüro MV und dem Nipkow- Programm
Produktionskoordination Lisa Elstermann
Herstellungsleitung Heike Günther
Buch und Regie Martin Farkas
Produktion Annekatrin Hendel
Uraufführung zum Internationalen Dokumentarfilmfestival Leipzig



ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Jetzt auf DVD.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – Jetzt auf DVD.

Stadtbild Demmin

Dokumentarfilm von Martin Farkas, D 90 min
bundesweiter Kinostart 22.3.2018

Ein unfassbares Trauma hält den Ort Demmin gefangen: Kurz vor dem Ende des 2. Weltkriegs begingen dort mehrere Hundert Einwohner einen kollektiven Suizid. „Regisseur Martin Farkas zeigt eine Stadt, die mit ihrer Geschichte alleingelassen wurde… Und er zeigt, wie stark die Gegenwart mit der Vergangenheit verbunden ist“ EPD-

Buch und Regie Martin Farkas
Kamera Roman Schauerte
Montage Jörg Hauschild, Catrin Vogt
Komposition Mathis Nitschke
Ton Moritz Springer, Urs Krüger
Zweite Kamera Martin Langner/ Martin Farkas,
Mischung Andreas Hellmanczik
Produktionskoordination Lisa Elstermann.
Recherche Juliane Voigt
Herstellungsleitung Heike Günther
eine Koproduktion mit dem rbb Jens Stubenrauch), NDR (Barbara Denz), BR (Petra Felber und Fatima Abdollahyan )
gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der BKM, nordmedia, Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und dem Nipkow Programm

Produktion Annekatrin Hendel IT WORKS! Medien GmbH

im Verleih der Edition Salzgeber

ÜBER LEBEN IN DEMMIN: Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in
Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während
die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner
das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften
oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich
selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser.
Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des
beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opferzahlen
der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt.
Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre
Zwecke zu missbrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes
des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches
Ritual: Neonazis marschieren schweigend durch die Straßen
der Gemeinde, in der mehrere Hundertschaften der Polizei
Stellung bezogen haben und versuchen, Gegendemonstranten
von der Route fernzuhalten. An diesem angespannten Tag verdichten
sich hier die Risse innerhalb der deutschen Gesellschaft
aufs Äußerste. In seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN geht Regisseur Martin
Farkas den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende
sprechen zum ersten Mal über die schrecklichen, lange
verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Farkas
erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen
darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und
wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er
sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen
Film schildert, erscheint tief gespalten. Neben dem Wunsch nach
Versöhnung und dem Willen zu einer ehrlichen Aufarbeitung stehen
Hass und Feindseligkeit. So eröffnet der Film an diesem
exemplarischen Ort einen neuen Blick auf den heutigen, weiterhin
schwierigen Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte.



ÜBER LEBEN IN DEMMIN

ÜBER LEBEN IN DEMMIN

Wir freuen uns über die Förderung der BKM und der Nordmedia!

Stadtbild Demmin



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