IT WORKS! Medien wurde von Annekatrin Hendel 2004 gegründet und stellt seitdem erfolgreich anspruchsvolle Spiel- und Dokumentarfilme für den Kino- und TV-Markt her. Im Miteinander etablierter Filmemacher und des filmischen Nachwuchses sind berührende Filme entstanden, die sich abheben, beim Publikum funktionieren und eine lange Lebensdauer haben. Erste Filme wie Thomas Wendrichs Regiedebüt ZUR ZEIT VERSTORBEN, Pepe Planitzers ALLEALLE, Olaf Kaisers MADE IN GDR, Holly Tischman und Sabine Michels MIT FANTASIE GEGEN DEN MANGEL erzielten Auszeichnungen und Preise, zahlreiche Festivalteilnahmen und wurden schnell zu Publikumserfolgen in Kino und Fernsehen.

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – die 18.Woche im Kino

ÜBER LEBEN IN DEMMIN – die 18.Woche im Kino

Stadtbild Demmin

Dokumentarfilm von Martin Farkas, D 90 min
bundesweiter Kinostart 22.3.2018

Ein unfassbares Trauma hält den Ort Demmin gefangen: Kurz vor dem Ende des 2. Weltkriegs begingen dort mehrere Hundert Einwohner einen kollektiven Suizid. „Regisseur Martin Farkas zeigt eine Stadt, die mit ihrer Geschichte alleingelassen wurde… Und er zeigt, wie stark die Gegenwart mit der Vergangenheit verbunden ist“ EPD-

Buch und Regie Martin Farkas
Kamera Roman Schauerte
Montage Jörg Hauschild, Catrin Vogt
Komposition Mathis Nitschke
Ton Moritz Springer, Urs Krüger
Zweite Kamera Martin Langner/ Martin Farkas,
Mischung Andreas Hellmanczik
Produktionskoordination Lisa Elstermann.
Recherche Juliane Voigt
Herstellungsleitung Heike Günther
eine Koproduktion mit dem rbb Jens Stubenrauch), NDR (Barbara Denz), BR (Petra Felber und Fatima Abdollahyan )
gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der BKM, nordmedia, Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und dem Nipkow Programm

Produktion Annekatrin Hendel IT WORKS! Medien GmbH

im Verleih der Edition Salzgeber

ÜBER LEBEN IN DEMMIN: Im Frühjahr 1945 wird Demmin, eine kleine Stadt in
Mecklenburg-Vorpommern, zum Ort einer schrecklichen Tragödie: Während
die Rote Armee heranrückt, nehmen sich hunderte Einwohner
das Leben. Sie schneiden sich die Pulsadern auf, vergiften
oder erschießen sich; Eltern töten erst ihre Kinder und dann sich
selbst, ganze Familien gehen mit Steinen beschwert ins Wasser.
Bis zum Ende der DDR wird über die konkreten Umstände des
beispiellosen Massensuizids geschwiegen, die genauen Opferzahlen
der kollektiven Hysterie sind bis heute nicht bekannt.
Heute versuchen Neonazis die Leerstelle zu besetzen und für ihre
Zwecke zu missbrauchen. An jedem 8. Mai, dem Tag des Endes
des Zweiten Weltkriegs, vollzieht sich in Demmin ein gespenstisches
Ritual: Neonazis marschieren schweigend durch die Straßen
der Gemeinde, in der mehrere Hundertschaften der Polizei
Stellung bezogen haben und versuchen, Gegendemonstranten
von der Route fernzuhalten. An diesem angespannten Tag verdichten
sich hier die Risse innerhalb der deutschen Gesellschaft
aufs Äußerste. In seinem Film ÜBER LEBEN IN DEMMIN geht Regisseur Martin
Farkas den verborgenen Folgen der Ereignisse nach. Überlebende
sprechen zum ersten Mal über die schrecklichen, lange
verdrängten Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend. Farkas
erkundet, welche Spuren die Traumatisierung und das Schweigen
darüber bei den Nachgeborenen hinterlassen haben – und
wie tief sie in unsere Gegenwart hineinwirken. Die Stadt wie er
sie in diesem genau beobachteten, komplexen und aufrichtigen
Film schildert, erscheint tief gespalten. Neben dem Wunsch nach
Versöhnung und dem Willen zu einer ehrlichen Aufarbeitung stehen
Hass und Feindseligkeit. So eröffnet der Film an diesem
exemplarischen Ort einen neuen Blick auf den heutigen, weiterhin
schwierigen Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte.

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