Mit Fantasie gegen den Mangel

12. April 2012

MIT FANTASIE GEGEN DEN MANGEL von Holly Tischman und Sabine Michel am 26.4.2012 23:30 im rbb
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http://www.rbb-online.de/fernsehen/programm/26_04_2012/7772320372.html

Reportage mit Animation, D 2008, 45 min, im Auftrag des RBB
Buch und Regie Holly Tischman und Sabine Michel, Animation Leif Heanzo, Kamera Uwe Mann, Ton Alex Heinze, Animation Leif Heanzo, Produktion Annekatrin Hendel

Eine lustvolle Betrachtung ungewohnt anarchischer DDR-Geschichte von Holly Tischman und Sabine Michel Dokumentation, D 2008, 45 Min. Farbe/SW, mit Fred Mullen, „Almoe“ Thomas Bautzer, Esther Friedemann, Frank Schäfer, Page Pijorr, Jens Trilk, Cornelia Klauß, Tom Hendel, Carsten Fiebeler, Andreas Walther, Heike Krone, Jörg Heckmann, Erika Walther, Sprecher Till Hagen, Kamera Uwe Mann, Ton Alexander Heinze, Animation Leif Heanzo, Schnitt Katrin Ewald, Aufnahmeleitung Heike Libnow, Mischung Michael Kaczmarek, Colormching Till Beckmann, Produziert von IT WORKS! Medien GmbH im Auftrag des rbb, Redaktion Jens Stubenrauch, Produktion Annekatrin Hendel - UA 18.9.2008 im Kino Babylon Mitte | Erstausstrahlung im rbb: am 07.10.2008 um 20.15 Uhr
Synopsis

Mit ihrer Dokumentation erzählen Holly Tischmann und Sabine Michel endlich: Nicht nur das Wetter war manchmal gut in der DDR. Sondern auch, jawohl! Die verplante Planwirtschaft hatte einen Partykeller! Und zwar ganz und gar jenseits von Tristesse und Mangel. Es waren die eigentlichen Erfinder der Ich-AGs. Junge Menschen, die aus dem Lebensgefühl des Prenzlauer Bergs im Berlin der 80er Jahre heraus neben der Gesellschaft lebten und manchmal an einem Tag mehr Geld verdienten als ihre Eltern in einem Monat zusammen. In besetzten Wohnungen oder der eigenen Küche, einzeln oder gemeinsam, entstanden in Kleinst-Manufakturen T-Shirts, Hosen, Schmuck und Jacken, die auf Märkten oder über Mundpropaganda verkauft wurden. Eine ganze Generation Teenies wäre ohne diese Einzelinitiativen auf die untragbare "Jugendmode" der DDR zurückgeworfen gewesen. In großem Stil wurde der Kleidungsstil des Westens imitiert und ein Markt bedient, der offiziell gar nicht existierte. Die beiden Autorinnen haben die Alltagshelden von damals noch einmal eingeladen. Wie die Ideen entstanden sind und mit welchen Engpässen und Schwierigkeiten auch die lebenslustigen Kleinunternehmer zu kämpfen hatten, davon erzählt dieser Film. Mit Geschichten von Schmuggel und Schmu, Ersatzfamilien, tollen Autos, wildem Leben, Liebe, Freundschaften fürs Leben, praller Lebenslust und Säcken voller Geld - mitten in der DDR. Leif Heanzos Animationsszenen lassen die Erinnerungen der Protagonisten lebendig werden, dort, wo Archivmaterial fehlt.